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Abteilung 2 Schrift und Sprache der Bibel  
 
Bibel - was ist das für ein Buch?
...ein Rekordbuch
Schrift und Sprache der Bibel
Seit wann können Menschen
eigentlich schreiben?
Schreibmaterialien der Antike
Stein, Tontafeln, Papyrus, Pergament...
Die Überlieferung der Bibel
Ist das, was wir heute in der Bibel
finden, identisch  mit dem, was
damals aufgeschrieben wurde?
Der Inhalt der Bibel
Was steht zwischen der ersten
letzten Seite?
 
Abteilung 6
Die Ausbreitung der Bibel
Die Berichte von Jesus wurden
aufgeschrieben von...
 
Die Bibel - das erste gedruckte Buch
Bis zur Erfindung der Druckkunst
im 15. Jahrhundert...
Deutsche Bibeln
Wie die Bibel zu uns kam.
Bibeln aus aller Welt
98% der Weltbevölkerung kann die
Bibel in der Muttersprache lesen
.
Bibel auf Computer
Längst hat die heilige Schrift Einzug
in die digitale Welt genommen
.
Drucken wie zu Gutenbergs Zeiten
Gutenberg-Druckerpresse;
Nachbau in Originalgröße
Weitere Bestandteile
der Ausstellung
Kreativecke
Cafeteria
Büchertisch
Nonstop Bibel auf Video
Exponate:
Mitte: Vitrine mit Stein von Rosette, 30 Tetadrachmen, Tonscherben

Beschreibung:
Seit wann können Menschen eigentlich schreiben?
Durch Ausgrabungen weiß man, dass die Schreibkunst bereits lange vor Entstehung der Bibel bestanden hat. Bereits 3500 Jahre vor Chr. beherrschten die Ägypter die Kunst des Schreibens. Hier eine Abbildung einer Königshieroglyphe um 2900 vor Christus.
Die Hieroglyphen war eine Bilderschrift. Anhand des Bildes kann man manchmal schon erraten, was gemeint ist, ohne die Schrift zu kennen. Bis in das 18. Jahrhundert waren diese Schriftzeichen weitgehend ungelöst. Ein wichtiger Beitrag, um diese zu entziffern, war der „Stein von Rosette“ (den wir in der Vitrine sehen), den 1799 Soldaten Napoleons entdeckten. Dieser Stein, der den gleichen Text in drei verschiedenen Schriften (Hieroglyphen, demotisch und griechisch) enthält, war ein wichtiger Meilenstein, der zur Entschlüsselung der Hieroglyphen beigetragen hat.

Hieroglyphen-Alphabet Detail


In Mesopotamien entwickelte man die Keilschrift (Abbildung rechts), die in Steine eingemeißelt oder in Ton eingraviert (Keilschrifttafel) wurde. Zunächst waren dies auch bildhafte Darstellungen. Sie wurden dann nach und nach zu Schriftzeichen. Es gab mindestens 500 verschiedene Zeichen. Heute sind wir in der Lage, mit unserem aus 26 Buchstaben bestehenden Alphabet alles auszudrücken, was wir möchten.

In der Abbildung sehen wir die Entwicklung von den Hieroglyphen über die phönizische Schrift zur hebräischen Quadratschrift. Aus der phönizischen Schrift entstand dann später die griechische und schließlich die lateinische Schrift.

Grundsprachen der Bibel sind im Alten Testament hebräisch (siehe hebr. Bibeln) und kleine Teile in aramäisch und im Neuen Testament griechisch (griechisches NT).
250 vor Chr. wurde das AT, wie die Legende berichtet, von 70 Übersetzern in 70 Tagen in die griechische Sprache übersetzt, weshalb diese Übersetzung unter dem lateinischen Namen „Septuaginta“ (= 70) bekannt wurde.
Um 400 nach Christus wurde die Bibel in die lateinische Sprache übersetzt. Diese Übersetzung trägt den Namen „Vulgata“ (= allgemein verbreitet) und wurde die die allgemein gültige Bibelfassung bis zur Reformation.

Detail linke Tafel
links: Hieroglyphen-Alphabet
Verschiedene Ausgaben der hebräischen Bibel „Biblia Hebraica“
Hebräisches Gebetsbuch
Interlinearübersetzung hebräisch-deutsch
 
Detail rechte Tafel
rechts: Griechische Neue Testamente „Nestle NT“
Septuaginta
Vulgata
Interlinearübersetzung griechisch-deutsch