|
Informationen | Anfrage | Virtueller-Rundgang
Galerie | Kontakt
|
 
Abteilung 7 Die Bibel - das erste gedruckte Buch  
 
Bibel - was ist das für ein Buch?
...ein Rekordbuch
Schrift und Sprache der Bibel
Seit wann können Menschen
eigentlich schreiben?
Schreibmaterialien der Antike
Stein, Tontafeln, Papyrus, Pergament...
Die Überlieferung der Bibel
Ist das, was wir heute in der Bibel
finden, identisch  mit dem, was
damals aufgeschrieben wurde?
Der Inhalt der Bibel
Was steht zwischen der ersten
letzten Seite?
 
Abteilung 6
Die Ausbreitung der Bibel
Die Berichte von Jesus wurden
aufgeschrieben von...
 
Die Bibel - das erste gedruckte Buch
Bis zur Erfindung der Druckkunst
im 15. Jahrhundert...
Deutsche Bibeln
Wie die Bibel zu uns kam.
Bibeln aus aller Welt
98% der Weltbevölkerung kann die
Bibel in der Muttersprache lesen
.
Bibel auf Computer
Längst hat die heilige Schrift Einzug
in die digitale Welt genommen
.
Drucken wie zu Gutenbergs Zeiten
Gutenberg-Druckerpresse;
Nachbau in Originalgröße
Weitere Bestandteile
der Ausstellung
Kreativecke
Cafeteria
Büchertisch
Nonstop Bibel auf Video

Exponate
Mitte: Faksimile-Ausgabe der Gutenberg-Bibel von 1455; Folio Ganzlederband
(Achtung, sehr wertvoll!! - unbedingt mit Plexiglas abdecken!)
12 verschiedene Drucke der lateinischen Gutenbergbibel
Blockbuch mit Darstellungen der 10 Gebote –
(Vorläufer der Druckerei)
Salzburger Armenbibel

oben: Holzschnitzerei mit Druckerei-Wappen und Jahreszahlen
(an Oberkante der Displays montieren)

Beschreibung:
Bis zur Erfindung der Druckkunst im 15. Jahrhundert wurden Bibeln und Bibelteile handschriftlich mit großer Sorgfalt abgeschrieben und so von einer Generation zur anderen überliefert. Viele Mönche haben das Abschreiben der Bibeltexte zu ihrer Lebensaufgabe gemacht. Besonders von den jüdischen Überlieferern, den Masoreten, ist bekannt, mit welcher Akribie und Ehrfurcht vor Gott und seinem Wort sie diese Arbeit leisteten. Wenn sie eine Rolle geschrieben hatten, zählten sie, wie oft ein Buchstabe im Text vorkommen musste und verglichen dies mit dem Original. Wenn mehr als drei Fehler im Text enthalten waren, durfte die Rolle nicht im Gottesdienst verwendet werden. Darüber hinaus ermittelten sie, welches Wort genau in der Mitte des Textes stehen musste. Kein Buchstabe, kein Wort, keinen Satz durfte der Abschreiber aus dem Gedächtnis schreiben.
Dieser großen Ehrfurcht vor dem heiligen Wort Gottes verdanken wir die hervorragende Überlieferungstreue der mosaischen Schriften.

Auch die Mönche schrieben mit großer Sorgfalt die Texte des Neuen Testamentes in ihren Schreibstuben ab. Eine erste Vereinfachung in der Vervielfältigung zeichnet sich in den ersten Blockbüchern ab. Biblische Darstellungen und auch Bibeltexte wurden in Holz geschnitten, mit Druckerschwärze eingerieben und davon beliebig viele Abzüge angefertigt. Auf diese Weise konnten schon im 15. Jahrhundert die sog. „Armenbibeln“ hergestellt werden, die Szenen typologisch aus biblischen Geschichten darstellen (siehe Schautafel: die Kreuzigung Christi. Zwei Darstellungen aus dem AT rahmen das Zentralbild ein: links Abraham, der seinen Sohn Isaak opfern will und rechts Mose, der in der Wüste das Heilszeichen der ehernen Schlange aufrichtet. Dazu kommen oben und unten noch Prophetenköpfe mit Textzuschreibungen. Exponat: Salzburger Armenbibel).

Im Jahre 1456 brachte Johannes Gutenberg in Mainz das erste gedruckte Buch heraus: Es war eine Bibel in lateinischer Sprache. Dazu musste er 46.000 Bleibuchstaben gießen, um sie auf der Gutenberg-Druckerpresse (siehe Presse) drucken zu können. Gutenberg wollte, dass der gedruckte Text (siehe Seiten aus der Gutenberg-Bibel) nicht schlechter aussieht als der handgeschriebene Text. Deshalb ließ er die Anfangsbuchstaben von Hand zeichnen und ausmalen. (Detaillierte Informationen über Gutenbergs Werk können in der Bauanleitung der Druckerpresse nachgelesen werden.)

Detail linke Tafel
 
Detail rechte Tafel